Etymologie

… ist die Wissenschaft von der Herkunft der Wörter. Also so richtig mit: aus dem Lateinischen über … Einige Wörter sind reine Gedankenprodukte. William Gibson zum Beispiel hat Cyberspace erfunden – weiß mittlerweile jeder. Ok. Aber: Was ist mit PC – Personalcomputer? Ist (angeblich) von Stewart Brand. Who to f… is… Genau? Lutz Dammbeck interviewt in seiner Dokumentation Das Netz verschiedene Pioniere der Cybernetik (auf Deutsch eigentlich immer noch Kybernetik) und der (sagen wir mal) Computerwissenschaften.Darunter auch jener Stewart Brand.

Brand ist der Erfinder des Begriffs „Personal Computer“ und in den 60er Jahren Herausgeber des Whole Earth Catalog, eines Versandkataloges für alternative Lebensweise. (S.17, Lutz Dammbeck, Das Netz – die Konstruktion des Unabombers)

Abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann wie man Lebensweise versendet, handelt es sich doch um eine sehr interessante Dokumentation über die Entstehung der Cybernetik, der Informatik und der Verbindung zwischen Universitäten und dem Militär. Äh, PS: Es gibt auch einen Hacker-Film-Klassiker mit dem selben Titel über Identitätsdiebstahl mit Sandra Bullock aus dem letzten Millenium (1995).

Noch einer: Schwarzes Loch ist von John Archibald Wheeler, der leider am Sonntag dem 13. April verstorben ist. 96 – nicht schlecht he, he. Apropos – noch mal zurück zu Lutz Dammbeck: ein Highlight der Dokumentation ist sicherlich das Interview mit Heinz von Foerster, ähnlich alt, und bitte auch mal auf den Abspann des Films achten.

Und was mich fast verzweifeln lässt, die sitzen alle in ihren Häusern – Big Sur – Berge drum rum, alles grün, Terrasse, erzählen was in den 70ern am Rechner gelaufen ist: Wie ich Internet gemacht habe...

Nur schreiben

Zwei radikal vereinfachte Texteditoren sind im letzten halben Jahr erschienen. Für Apple Mac gibt es den Writeroom und für den PC gibt es Q10. Beide Editoren haben eine extrem reduzierte Oberfläche, so dass man gar nicht in Versuchung kommt mit irgendwelchen Formatierungen zu spielen. Grüne Schrift auf schwarzem Hintergrund mehr nicht. Die Steuerung erfolgt über Funktionstasten oder bekannte Tastenkombinationen.

Ins Web übertragen wurde diese Idee durch Dark Copy. Ebenfalls ein „Nur-Schreiben“-Programm, aber online zu benutzen. Der erstellte Text wird am Ende einfach gespeichert.

Nachtrag: Wenn man MS Office von der allgegenwärtigen Seitenlayoutansicht auf Normalansicht umschaltet und dann auf ganzen Bildschirm hat man ungefähr das gleiche (schwarz auf weiß). Aber wer kauft schon einen 7er BMW um dann zu fahren wie mit einem Fiat Panda?